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Über Susanne Bloos

Autorin, Kosmetikherstellerin, Taucherin und seit 2013 auch Tauchlehrerin. Leidenschaftliche Leseratte, Frau mit zu vielen Hobbies, Katzennärrin. Und noch vieles mehr!

Wahnsinn Tag 4

Heute habe ich mir den Abend fürs Schreiben freigehalten – tja, und dann kam das Leben dazwischen und hatte eine nicht so nette, aber auch nicht völlig unerwartete Überraschung für mich. Und nein, es ist niemand gestorben.
Immerhin habe ich bis Mitternacht doch noch 2.347 Wörter geschrieben und damit sowohl mein Tagessoll als auch mein persönliches Ziel von mindestens 2000 Wörtern am Tag erreicht. Alles andere ist AddOn, auch wenn ich bis zum Monatsende nicht nur die 50k geknackt haben, sondern auch den Roman in seiner Rohfassung beendet haben will.

Jetzt gönne ich mir den Luxus, einfach ins Bett zu gehen. Morgen früh klingelt der Wecker, damit ich schwimmen gehe und meine Muskeln mal wieder beanspruche. Soll ja bei der ganzen Kopfarbeit nicht verkehrt sein!

Wahnsinn Teil 3

Ich hab keine Ahnung, was mit mir los ist, aber der Roman rinnt mir geradezu aus Hirn und  Fingern – und ich habe immer mehr Spaß dabei, ihn aufzuschreiben!

Inzwischen haben sich nicht nur alle mal angezickt, sondern es gab auch eine sehr, sehr witzige Szene, in der Rick Larissas Klamotten klaut (was macht sie auch so eine Steilvorlage und sagt, dass es nicht nett sei, einer Frau die Klamotten zu klauen? Genau, selber Schuld!), und schließlich ist Dave endlich aufgetaucht. Und auch die Szene gefällt mir sehr gut, was ich sonst im NaNo zwar auch mal hatte, aber nicht so gehäuft. Wirklich, der Tintenzirkel ist Schuld! Die Art und Weise, wie ich von den Mitgliedern dort Feedback zu meinen Texten bekomme, bringt mich um Längen weiter als alles, was vorher war. Und ich glaube langsam wirklich, dass ich den Roman in diesem Monat beenden werde, vemrutlich mit locker 80k Wörtern.

Getaucht wurde auch schon mehr als einmal und ich bin sehr gespannt, ob meine nicht-tauchenden Betaleser nur Bahnhof verstehen oder ggf. mit Informationen überfrachtet werden und sich langweilen. Beides soll auf keinen Fall passieren!

Aktueller Wortstand: 15.520 insgesamt, davon 4.224 alleine heute. Okay, es wurde jeden Tag ein bisschen weniger, aber ich bin trotzdem zufrieden. Wie viel ich morgen schaffe, wird sich zeigen, ich hab leider auch noch ein paar andere Dinge auf dem Zettel. Aber 2k sollten drin sein, denke ich.

Wahnsinn Teil 2

Ich habe heute nicht nur geschrieben, ich schwöre es! Ich war auch auf einem Richtfest und habe ein wenig gearbeitet, jawohl.

Aber nichtsdestotrotz habe ich heute 5359 Wörter hingelegt. Jawohl. Ich bin grün bis Dienstag, müsste also theoretisch erst Mittwoch wieder schreiben und käme dann noch immer bequem ins Ziel – aber mal ehrlich: Ich habe dieses Wochenende außer Aufräumen und ein bisschen Kleinkram nichts zu tun, und mit ein paar Schreibsessions käme ich weiterhin gut voran, außerdem macht es einen wahnsinnigen Spaß, je weiter ich komme, da wäre ich ja blöd, wenn ich das nicht ausnutzen würde! Und es ist hübsch zu sehen, wie sich das Excel-Shet nach und nach grün färbt. Vor allem, weil die eine Spalte sich nur färbt, wenn man mindestens sein Tagessoll schreibt, auch wenn man an den vorigen Tagen genug vorgearbeitet hat. Das motiviert mich gerade genauso wie der Tintenzirkel, in dem das Team NaNo inzwischen dem kollektiven Wahnsinn verfallen ist. Man beachte, dass immerhin eine von uns seit anderthalb Stunden fertig ist und eine weitere vorhin Bergfest gefeiert hat. Nein, ich bin irgendwo im Mittelfeld, auch wenn ich für gestern Platz zehn von 86 für mich beanspruchen konnte und das Team Bestien sogar angeführt habe. 🙂

Meine Protagonistin fühlt sich recht wohl in Schottland, ihr Kollege ist schon viel zu zahm (da muss ich morgen mal ran, der soll sie doch anbaggern und ihr gehörig auf die Nerven gehen!) und sie hat gerade von der vermeintlichen Existenz von Selkies erfahren – die sie natürlich weit in den Bereich der Sagenfiguren verweist! Arme Larissa, ich bin gespannt, wie du wirklich reagierst, wenn Dave sein wahres Gesicht zeigt!

Jetzt muss ich dringend ins Bett. Morgen, also heute nach dem Schlafen, geht es weiter.

Tag 1 vom Wahnsinn

Ich habe mich gestern Abend gemütlich in die Badewanne gelegt und Krimiserien geguckt. Pünktlich um Mitternacht hab ich mich dann von Crossing Jordan verabschiedet und mit dem Schreiben begonnen. Der gemeinsame Startschuss im Tintenzirkel und das vorangegangene gemeinsame Fiebern hat mir einen Kick verschafft, so dass ich bis 1:15h bereits gut 2k Wörter geschrieben hatte. Hach!

Heute Vormittag habe ich mich dann daran gesetzt, das bereits Geschriebene in einzelne Szenen zerlegt, diese teils noch ausgeschmückt und dann einfach weiter geschrieben. Bei knapp 4k hab ich mich dann mittags erstmal meinem Broterwerb zugewandt, um dann heute Abend tatsächlich noch mal zu schreiben und am Ende bei freundlichen 5937 Wörtern zu landen.
Kapitel 1 ist durch, von Kapitel 2 habe ich zwei Szenen im Kasten, da folgen aber noch mindestens 2, es wird also vermutlich noch mal 2-3k länger als es schon ist. Der erste Tauchgang wartet hier auf mich und ein bisschen trockener Biologenkram, bei dem ich mich ein wenig durchschummeln muss – eingehender recherchiert wird nach dem NaNo, um die gröbsten Schnitzer wieder rauszuschmeißen.

Ich bin in diesem Jahr nicht nur extrem motiviert, sondern habe zum ersten Mal nicht nur keinen oder nur einen rudimentären Plan, sondern ein Konzept geplottet. Ich kenne meine Figuren, ich weiß, was geschehen soll, und trotzdem wird mir das Aufschreiben nicht langweilig wie früher oft, wenn ich mich zu sehr im Vorfeld mit einer Geschichte auseinandergesetzt hatte, sondern ich schaue gebannt zu, wie sich alles entwickelt.

Mag sein, das ich in der Überarbeitung einiges wegen akuten Geschwafels wieder rausschmeißen muss, aber da mein Problem eigentlich eher lautet, dass ich mich zu kurz fasse und / oder zu distanziert schreibe, wird auch wieder einiges dazukommen. Und so langsam halte ich es für nicht unrealistisch, dass der Roman am Ende etwa 80k umfassen wird. Ob und wie ich die alle in diesem Monat schreibe, wird sich zeigen, aber der Plan ist tatsächlich, am Ende des Monats auch den Roman fertig zu haben. Mal sehen.

Jetzt gehe ich ins Bett und gönne mir, ein bisschen zu lesen, bevor ich das Licht ausmache und dann morgen erst mal arbeiten muss, bevor ich wieder schreiben darf.

Mögen alle Tage im November gute Schreibtage werden!

Heute Nacht wurde mein Schreiben übrigens von einem einundzwanzigjährigen Glengoyne begleitet, heute Abend von einem Baumkuchen. Mal schauen, wie viel ich am Ende des Monats wiegen werde …

Countdown läuft

Noch drei Stunden und 32 Minuten, dann geht der Wahnsinn los.

Mein Körper hat mir zwar einen Strich durch den gemeinsamen KickOff mit zwei Freundinnen gemacht, indem er mit Kreislauf- und Magenbeschwerden aufwartete, aber ich werde es mir nicht nehmen lassen, um Mitternacht am Rechner zu sitzen und die ersten Sätze zu schreiben. Meine Prota hat dank einer Schreibkollegin aus dem Tintenzirkel ein paar zickige Elemente bekommen, die ihr gut zu Gesicht stehen, und ich bin einfach irre gespannt, wie ihr Schottland gefallen wird! Nicht auszudenken, wenn sie von den vielen Schafen, Steinen und Wellen nur angeödet wäre!

Ich war selten auf einen NaNo so gut vorbereitet und ich habe selten ein so gutes Gefühl gehabt – auch wenn mich heute zwischendrin natürlich doch der Zweifel ansprang, aber auch das gehört wohl einfach dazu.

Und jetzt werde ich meinen Körper mit einer warmen Badewanne und ein bisschen sinnlosen Krimiserien beruhigen.

NaNo 2012, mich kann nichts stoppen!

NaNoWriMo 2012

Ja, es ist wieder so weit: Ab dem 01.11. 00:01h schreibe ich am NaNo mit. Und wie immer behaupte ich: Dieses Jahr wird alles anders!

Ich habe einen Plot, bisher drei Figuren, ein Setting, eine Idee und ich recherchiere fleißig. Ich denke, es kann etwas werden. Im Tintenzirkel habe ich bereits Fans, die nur darauf warten, dass ich Schnipsel poste, und ich selber bin sehr gespannt, was ich aus „Naturschutz + Tauchen + Schottland + Selkies“ machen werde. Ich hoffe, es wird großartig!

Das Projekt stelle ich separat im Bereich der aktuellen Projekte vor, dort werde ich es auch regelmäßig erweitern, wenn etwas Neues hinzugekommen ist. Und wenn ich es schaffe, werde ich im November auch hier den einen oder anderen Text-Schnipsel einstellen.

750words.com

Okay, ich muss dringend mehr als 750 Wörter am Tag schreiben, aber das ist ja auch eine Mindestanforderung.

Die Seite ist absolut einfach aufgebaut und nicht so böse wie writeordie, welches einem Wörter klaut, wenn man zu langsam ist.

750words.com vergibt Punkte. Wenn man zwischen 100 und 750 Wörter an einem Tag geschrieben hat, bekommt man einen Punkt, wenn es mehr als 750 sind, bekommt man zwei Punkte. Drei Punkte, wenn man den Text in einem Rutsch geschrieben hat.
Um es spannender zu machen, bekommt man mehr Punkte, wenn man kontinuierlich jeden Tag schreibt, und zwar bekommt man die Punkte des Vortages „on top“. Hat man einen Punkt erreicht, bekommt man die Punkte des letzten Tages dazu, hat man 2 oder 3 Punkte erreicht, bekommt man die Punkte der letzten beiden Tage gutgeschrieben. So kann man am 04. des Monats bereits 27 Punkte haben, was auch einige schon geschafft haben im September. Ich bin leider erst gestern eingestiegen und habe bisher sagenhafte 6 Punkte – und das feste Ziel, jeden Tag mindestens einen Punkt zu sammeln.

Der Trick daran ist, dass man den Wunsch hat, Punkte zu bekommen und dadurch der innere Anreiz, möglichst viel zu schreiben, auch hoch ist. Mal schauen, wie weit ich komme.

Mein Beitrag zum Buch der Diebe hat bisher jedenfalls 3910 Wörter, davon 3527 aus diesem Monat (gestern und heute geschrieben). Da die Ausschreibung zwischen 28.000 und 64.000 Zeichen (also etwa 4000 bis 9000 Wörter) erfordert, bin ich dem unteren Ziel schon recht nahe und werde wohl eher am oberen Limit ankommen. Und wenn ich so weiter schreibe, bin ich bereits Ende der Woche am Ziel. Das wäre doch mal was!

Um den T12 im Tintenzirkel noch zu schaffen, muss ich ja „nur“ 1682 Wörter täglich bis zum Jahresende schreiben. Nicht unmöglich, aber mit einem Haufen Disziplin verbunden, wobei ich im November auch unbedingt wieder am NaNo teilnehmen will, so dass ich da das Ziel erreichen sollte. Hoffen wir es mal!

Rezension Cedars Hollow

Das Buch ist mir als Gratis-Download über Amazon in den Kindle zugeflogen, andernfalls hätte ich es vermutlich nicht gelesen.

Hazel lebt in der englischen Kleinstadt Cedars Hollow (hier frage ich mich bereits, warum deutsche Autoren ihre Geschichten immer in Amerika oder England ansiedeln müssen, ohne dass die Geschichte einen triftigen Grund dafür liefert) das normale Leben eines modernen Teenagers, als ihre Mutter brutal ermordet wird.
Mehr als einmal wird im Text erwähnt, dass diese mit blutig aufgerissener Kehle in einer Seitengasse gefunden wurde, und selbst der letzte Leser, der noch nie von Twilight gehört hat, begreift irgendwann, dass es sich wohl um den Angriff eines Vampirs handeln muss, nur Hazel, ihr Vater und die Polizei kommen natürlich nicht auf das Naheliegenste.
Okay, es gibt ja auch keine Vampire, daher ist das erstmal logisch.

Zwischen Hazel und ihrem Vater fallen im gesamten Roman ungefähr drei Sätze, einer davon lautet „wie geht es dir?“ und der andere „Gut.“ Ich habe schon Menschen in Trauer erstarren sehen, aber dass Vater und Tochter wochen-, ja monatelang nicht miteinander reden, nachdem die Frau respektive Mutter gestorben ist, halte ich selbst in der kältesten Familie für absolut unwahrscheinlich. Aber nun gut, weiter im Text.

Eines Tages trifft Hazel Dave, der hübsch, nett und charmant ist und sie auf einen Tee einlädt. Und er ist anders als die anderen … Noch jemand, der sich nicht an Twilight erinnert fühlt?
Dann wird sie von grausamen Alpträumen geplagt, in denen ein Rabe und ein Wolf eine Rolle spielen, und irgendwann werden Dave und sie auf dem Friedhof von einem Jungen angegriffen, der eben noch als Rabe auf einem Baum gelandet war und sich vor ihren Augen verwandelt. Der andere ist düster und abweisend und Hazel rennt davon.
Dave kämpft mutig um sein Leben und schleppt sich dann verletzt zu ihr, um ihr davon zu berichten, dass Corvus, der Rabenjunge, ihn töten will. Hazel hat von nun an Angst vor Corvus, bekommt aber aus Dave bezüglich der Verandlung nicht mehr raus als „davon darfst du nichts wissen.“
Hazel freundet sich immer mehr mit Dave an, stellt aber fest, dass sie nicht in ihn verliebt ist.

Eines Tages lauert Corvus ihr auf und erklärt ihr, sie solle sich von Dave fernhalten. Auf ihre Frage, ob er sie andernfalls töten werde, antwortet er sehr kryptisch, alles in allem scheint er ein ziemlich übler Typ zu sein. Zu übel, für meinen Lesergeschmack, da muss noch eine Wendung kommen.

In der Schule ist Hazel einsam, weil sie auf die stereotype Frage ihrer Freunde, ob es ihr gut ginge, immer nur mit „ja, klar“ antwortet und sich wundert, warum die nicht mal eine andere Platte auflegen.  Als ihre beste freundin fragt, ob ihr schon mal die beiden komischen Typen aufgefallen seien, die neuerdings an der Schule herumlungern, beste lügt sie diese an, und überhaupt verhält sich kaum ein Mensch in diesem Buch so, wie Menschen das üblicherweise tun.

Irgendwann gewinnt Corvus das Vertrauen von Hazel und überzeugt diese nun seinerseits, dass alles ganz anders und in Wahrheit Dave, der eigentlich Svarog heißt, der Böse sei. Warum er böse ist, lässt er im Unklaren. Natürlich, sonst wäre das Buch ja auch noch langweiliger und vorhersehbarer, als es eh schon ist. Corvus eröffnet ihr irgendwann, dass er ein Vampir ist und natürlich hat die liebe Hazel keine Angst vor ihm und seinen Freunden, sondern findet es ziemlich lässig, mit ihnen abzuhängen. Und natürlich hat Corvus eine Gruppe um sich geschart, die Menschen nicht töten, sondern rechtzeitig aufhören, sich zu nähren, damit ihre Mahlzeit, pardon, der Mensch, den sie gerade aussaugen, nicht stirbt.
Hazels beste Freundin wird ebenfalls ausgesaugt und überlebt, und natürlich kann Hazel nicht mal eins und eins zusammenzählen und versteht gar nicht, was die Bissmale am Hals der Freundin zu bedeuten haben.
Als sie dann später erfährt, dass Damon (hoppla, nun sind wir kurz zu Vampire Diaries abgedriftet!), der charismatische und immer gut gelaunte Vampir, der nachts gerne in Supermärkte einbricht und Chips klaut („he, ich lasse immer etwas Geld an der Kasse!“) sich von der Freundin genährt hat, kann sie ihm natürlich nicht böse sein und bittet ihn nur, das nie wieder zu tun. Nein, natürlich nicht! Dafür verknallen sich Vampir und Mahlzeit und sind am Ende des Buches ein glückliches Pärchen. Mampf.

Ich könnte ja noch lange weitermachen, aber sagen wir es so: Ich hatte Urlaub und genug Muße, das Buch bis zum Ende zu lesen, und immerhin wollte ich wissen, wie die Autorin alles auflöst. Dass sie alle Hinweise fünfmal gibt und die Figuren alle zu doof sind, um ihre eigenen Gedanken schon beim ersten Mal zu glauben, macht es ziemlich anstrengend, der sehr einfache Stil lässt einen  das Buch dafür in wenigen Stunden durchlesen. In diesem Fall ein echter Pluspunkt.

Am Ende ist Svarog/Dave tot, Hazel weiß nun, dass er ihre Mutter getötet hat, was Corvus ihr aus nicht verständlichen ehrenrührigen Gründen verschwiegen hat (vermutlich, weil ein „hey, halt dich von dem Typen fern, der hat Deine Mutter getötet“ zur rechten Zeit das Buch um locker die Hälfte gekürzt beziehungsweise den Rest der Handlung einfach überflüssig gemacht hätte), sie erkennen, dass sie zusammen gehören und Corvus dank ihr keine übermächtigen Blutgelüste mehr hat, er rettet sie nebenbei vor einer Beinahe-Vergewaltigung durch einen aufdringlichen Mitschüler und heilt ihre drohende Magersucht („seit dem Tod meiner Mutter bekam ich keinen Bissen mehr herunter“ Hand-an-die-Stirn-patsch), indem er seinen Vampirkumpel für sie kochen lässt („wir Vampire vertragen zwar keine menschliche Nahrung mehr und haben keinen Stoffwechsel, aber weil ich mal Koch werden wollte, klappt das bei mir doch noch“) und natürlich haben sie noch einen Verräter in der Gruppe und ein anderer opfert sich für Hazel, das tolle Menschenmädchen.

Kampfszenen sind statisch und enthalten haufenweise verschenktes Potential (da liegt stundenlang ein Silbermesser unbeachtet am Boden, aber erst im Nachhinein erfährt man, dass es ganz am Ende dann doch noch schnell benutzt wurde, Eine Gruppe greift an, aber der Einzelne ist natürlich immer im Vorteil und die Gruppe ist so nett und wartet artig, bis ein jeder von ihnen an der Reihe ist, anstatt ihn gemeinsam zu überwältigen) und ach ja, ich vergaß: Alle Vampire sind Gestaltwandler, was natürlich lässig und cool und für die Handlung so ziemlich unnötig wie ein Kropf ist und im Endkampf noch mal kurz aus dem Hut gezaubert wird.

Und damit man seine eigenen Vampire hat, haben diese halt Superkräfte, sind wahnsinnig schnell und stark und können sich verwandeln, dafür heilen ihre Wunden aber total schlecht und man kann sie eigentlich ziemlich einfach töten. Macht aber natürlich keiner, wäre ja blöd.

Diesem Buch hätte es sehr gut getan, wenn es vor der Veröffentlichung an Testleser gegangen wäre, die weder Schwestern, Freunde noch Eltern der Autorin sind und die Texte kritisch lesen und auf logische Fehler sowie Längen und unnötige Ausschweifungen hinweisen. Mal abgesehen davon, dass es schwer ist, etwas wirklich Innovatives zu erschaffen, wenn man im Strom eines erfolgreichen Buches schwimmen will (Twilight schimmert an allen Ecken und Kanten durch, leider ist der Stil der Autorin nicht ansatzweise so fesselnd wie der von Stephenie Meyer, über deren Bücher man sich sicher auch streiten kann). Ganz abgesehen davon wäre ein vernünftiges Lektorat hier Pflicht gewesen. Immerhin hat das Korrektorat gute Arbeit geleistet, bis auf die zu verschmerzenden üblichen zwei Tippfehler, die einfach mal durchrutschen, ist mir nichts aufgefallen.

Fazit: Die Autorin ist ambitioniert, aber bisher auf dem Niveau billiger Fanficton. Man kann nur hoffen, dass sie unermüdlich weiterschreibt, ihre Kritiker ernst nimmt und lernt, wirklich fesselnd zu schreiben, denn vielleicht ist eine Geschichte von ihr, die sich nicht an etwas bereits Vorhandenem anlehnt, eines Tages wirklich lesenswert.

Cedars Hollow von Charlotte Schäfer, Sieben Verlag, 2012
ISBN: 978-3-940235-73-2 (Taschenbuch)
978-3-864431-07-4 (e-book PDF)
978-3-864431-08-1 (e-book Epub)

Schweden als Inspiration – oder: Wie schreibe ich einen Kurzroman in sieben Tagen?

Mein jährlicher Schwedenurlaub liegt gerade hinter mir, und da ich mir im Land von Knäckebrot, Elchen und Trollen selten viel vornehme außer viel zu lesen und zu schreiben, habe ich tatsächlich 19.455 Wörter in sieben Tagen geschrieben und damit ein Projekt, das ich vorher an die Wand gefahren hatte, komplett neu aufgezogen und geschrieben.

Herausgekommen ist ein Kurzroman, der im Bereich der Romantasy angesiedelt ist, Vorlage ist das wunderbare Filk-Lied Das Mädchen aus Stein von Britta van den Boom.
82 Normseiten habe ich gestern ausgedruckt (natürlich ist der Toner immer dann leer, wenn man ihn dringend braucht!), angeschmachtet und abgeheftet.

Nun dürfen sich noch ein paar Testleser damit herumschlagen, und dann werde ich die Augen ganz fest schließen und ihn einem kleinen, feinen Verlag senden, der gerade kurze Fantasy-Romane sucht. Schauen wir mal!

Herausforderung 777

Veronika Bicker, Sarah König, und Elena Lidenbrock haben mir die Herausforderung 777 zukommen lassen. Dabei soll man 7 Sätze von Seite 7 des aktuellen Werks bei Facebook oder im eigenen Blog posten und dann 7 Kollegen/Kolleginnen auffordern, das Gleiche zu tun. Das macht natürlich neugierig auf die Werke.

Hier also nun meine noch unbearbeiteten 7 Sätze:

„Was hast du dir davon erwartet, zurückzukommen? Ausgerechnet jetzt, zur Beerdigung?“ Der Tonfall ihrer Mutter war nicht anklagend, aber auch nicht freundlich. Neutral, distanziert, in Hab-acht-Stellung.

Janna zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich ihm wenigstens das schuldig bin.“

Ich fürchte, die meisten, die ich kenne, wurden bereits herausgefordert. Ich gebe mal weiter an:

Rai Ko
Markus Heitkamp
Jördis Solbrittsdottir
Laura Eileen
An Brenach
Heinke Luckmann
Lizzy Kinle