750words.com

Okay, ich muss dringend mehr als 750 Wörter am Tag schreiben, aber das ist ja auch eine Mindestanforderung.

Die Seite ist absolut einfach aufgebaut und nicht so böse wie writeordie, welches einem Wörter klaut, wenn man zu langsam ist.

750words.com vergibt Punkte. Wenn man zwischen 100 und 750 Wörter an einem Tag geschrieben hat, bekommt man einen Punkt, wenn es mehr als 750 sind, bekommt man zwei Punkte. Drei Punkte, wenn man den Text in einem Rutsch geschrieben hat.
Um es spannender zu machen, bekommt man mehr Punkte, wenn man kontinuierlich jeden Tag schreibt, und zwar bekommt man die Punkte des Vortages „on top“. Hat man einen Punkt erreicht, bekommt man die Punkte des letzten Tages dazu, hat man 2 oder 3 Punkte erreicht, bekommt man die Punkte der letzten beiden Tage gutgeschrieben. So kann man am 04. des Monats bereits 27 Punkte haben, was auch einige schon geschafft haben im September. Ich bin leider erst gestern eingestiegen und habe bisher sagenhafte 6 Punkte – und das feste Ziel, jeden Tag mindestens einen Punkt zu sammeln.

Der Trick daran ist, dass man den Wunsch hat, Punkte zu bekommen und dadurch der innere Anreiz, möglichst viel zu schreiben, auch hoch ist. Mal schauen, wie weit ich komme.

Mein Beitrag zum Buch der Diebe hat bisher jedenfalls 3910 Wörter, davon 3527 aus diesem Monat (gestern und heute geschrieben). Da die Ausschreibung zwischen 28.000 und 64.000 Zeichen (also etwa 4000 bis 9000 Wörter) erfordert, bin ich dem unteren Ziel schon recht nahe und werde wohl eher am oberen Limit ankommen. Und wenn ich so weiter schreibe, bin ich bereits Ende der Woche am Ziel. Das wäre doch mal was!

Um den T12 im Tintenzirkel noch zu schaffen, muss ich ja „nur“ 1682 Wörter täglich bis zum Jahresende schreiben. Nicht unmöglich, aber mit einem Haufen Disziplin verbunden, wobei ich im November auch unbedingt wieder am NaNo teilnehmen will, so dass ich da das Ziel erreichen sollte. Hoffen wir es mal!

Überarbeitung Auf der anderen Seite

Lange hat mich der Ordner mahnend angestarrt, und immer wieder, wenn ich ihn zur Hand nahm, war er riesig und voller Logik- und Anschlussfehler, voller offener Enden und halbgarer Handlungsstränge, so dass ich ihn schnell entmutigt wieder aus der Hand gelegt habe.

Nun arbeite ich seit Kurzem nicht nur mit Ulysses, in welchem ich Auf der anderen Seite geschrieben habe, sondern auch mit Scrivener, welches ein paar nette zusätzliche Möglichkeiten bietet. Natürlich kann man auch mit Ulysses jede Szene in ein eigenes Unterdokument speichern, aber es wird deutlich unübersichtlicher als beim Scrivener – und so habe ich vor ein paar Wochen angefangen, jedes meiner bisherigen zehn Kapitel in fünf bis zehn Szenen aufzuteilen und im Scrivener abzulegen.

Das Ergebnis waren gestern Abend 84 Einzelszenen, die ich nun nach und nach überarbeiten werde. Es dürfte wesentlich einfacher sein, wenn man sich immer nur um eine Szene kümmert, als wenn man das Manuskript als Ganzes betrachtet. Natürlich werden sich Querverbindungen ergeben, alte Verbindungen müssen gekappt oder neu geknüpft werden, aber alles in allem konnte ich schon immer besser arbeiten, wenn der Berg in mundgerechte Stücke unterteilt ist.
Das ist er nun.

Also heißt es ab sofort nicht nur, täglich zu schreiben, sondern auch möglichst jeden Tag eine Szene zu überarbeiten, dann könnte ich vor dem nächsten NaNo tatsächlich so weit sein, dass das Werk Betaleser sucht, die mir dann weiter

T12 #5: Aktuelles Projekt Barfuß durchs Leben

Ich habe anscheinend ein Fertigstellungsproblem, dafür aber zum Glück immer mal wieder neue Ideen und Pläne. Wobei die Idee zum aktuelln Projekt gar nicht von mir stammt, sondern aus der Ideenbörse im Tintenzirkel. Zumindest die Grundidee einer jungen Frau, die barfuß durchs Leben geht und einen Teil ihrer Vergangenheit aufarbeitet.

Darauf wurde nun Barfuß durchs Leben (Arbeitstitel), die Geschichte von Janna, die nach zehn Jahren Abwesenheit in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um ihren ehemals besten Freund zu beerdigen. Janna hat damals geradezu fluchtartig das Dorf verlassen und kehrt nun in ihre Erinnerungen und ihre Schuldgefühle zurück.
Nach und nach erfährt der Leser, wie sich die Freundschaft zwischen Janna und Peter entwickelt hat, welche Höhen und Tiefen sie gemeinsam gemeistert haben und was passiert ist und Janna aus dem Ort getrieben hat.

Die Zielgruppe düfte irgendwo zwischen Junge Erwachsene und All Age liegen, das wird sich vermutlich beim Schreiben nach und nach herausstellen.

Bisher habe ich die ersten kurzen Kapitel und ich denke, es wird eher ein kurzer Roman werden, irgendwas zwischen 120 und 150 Normseiten, aber vielleicht bekomme ich ihn ja fertig. Wäre mal was Neues – nachdem ich Auf der anderen Seite zwar in der Rohfassung fertig habe, aber noch immer vor der Überarbeitung zurückscheue. Naja, ein bisschen habe ich schon geschafft, aber ich traue mich nicht wirklich …

T12 #4 / Wettbewerb #2, 2012

Nachdem ich vier Wochen Totalausfall im Kopf hatte, obwohl sich neue Ideen angeschlichen hatten und auch halbwegs geplottet sind, habe ich nun eine Idee für den LYX-Wettbewerb „5 Jahre, 5 Geschichten“. Netterweise darf ich eine LARP-Ballade von Britta van den Boom als Vorlage verwenden, und die Geschichte entwickelt sich gerade recht schnell und gut – das erste Kapitel liegt bereits bei einer Beta-Leserin und ich bin sehr gespannt auf ihre Anmerkungen.
Ich habe ungefähr ein Fünftes des Minimums fertig, ich rechne durchaus damit, bis Mitte des Monats die Rohfassung in der Tasche zu haben. Das ist auch dringend wichtig, denn der Abgabetermin ist am 15.06. und ich muss ein Exposé schreiben – das habe ich noch nie getan, dementsprechend viel Ahnung habe ich davon. Aber das kann ja nur üben, nicht wahr?

Im T12 hänge ich derzeit mit gut 50k hinterher, aber auch das werde ich nach und nach wieder aufholen – notfalls gibt es ja einen NaNo im November, ich habe aber Hoffnung, dass ich vorher schon wieder im Soll bin – ich denke, spätestens Ende Juni hab ich mich wieder eingeholt. Theoretisch muss ich noch immer nur knapp 1000 Wörter am Tag schreiben, um am Ende des Jahres mein Soll von 250.000 Wörtern erreicht zu haben, das muss doch machbar sein?

Ich habe fertig

Uffz. Das war eine lange „Schwangerschaft“ und schwere Geburt, aber endlich habe ich die Rohfassung von Auf der anderen Seite fertig. Es ist toll und macht mich stolz, allerdings habe ich auch ein wenig Angst vor der Überarbeitungsphase, denn ich habe beim Schreiben schon gemerkt, wie viel wirklich noch zu ändern und zu überarbeiten ist.

Na gut, aber als erstes werde ich mich einfach freuen, ein Manuskript von gut 54.000 Wörtern abgeschlossen zu haben und somit mein allererstes „fertiges“ Werk zustande gebracht zu haben. Das Monster wird jetzt erstmal aus Ulysses extrahiert, aufpoliert und ausgedruckt, und dann gehe ich daran, es zu editieren. Ich fürchte, ich muss mir irgendeine Wand in der Wohnung schnappen und mit Storyline-Zetteln bekleben, um den Überblick nicht gleich wieder vollends zu verlieren.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich dann mein neues Projekt mal etwas genauer unter die Lupe nehmen und plotten, damit ich dann hoffentlich noch im März anfangen kann, dieses zu schreiben – parallel zur Überarbeitung von Auf der anderen Seite.

Sicher ist: Ohne den Tintenzirkel wäre ich nie so weit gekommen, danke euch allen!

T12 – Zwischenstand

Mein Roman wächst und gedeiht und ich schreibe recht regelmäßig. Bisher in diesem Monat 9047 Wörter, damit bin ich noch anderthalb Tage vor meinem Mindestsoll.
Nicht nur, dass die Geschichte immer weiter wächst und vorgestern mal wieder eine neue Nebenfigur auftauchte, ich habe gestern auch noch eine Idee für einen neuen Roman bekommen – nun will ich mit dem aktuellen Roman noch schneller fertig werden, um den neuen in Angriff nehmen zu können.

Während Auf der anderen Seite eine Jugend-Dystopie ist, wird das nächste Projekt ein Roman über Seelenwanderungen und Seelenverwandtschaften und ist irgendwo zwischen Hancock, Die Frau des Zeitreisenden und The 13th Floor angesiedelt, wobei das natürlich nur sehr dezente Anleihen sind. Meine beiden Hauptfiguren haben sich mir gestern schon vorgestellt, ihre Gegenspieler zieren sich noch ein wenig, und der Plot ist in groben Zügen vorhanden.
Ich denke, ich kann in diesem Roman eine nette Verbindung aus SF, etwas Erotik und viel Action unterbringen. Ich bin sehr gespannt!

Ich beginne zu verstehen, dass Joanne K. Rowling während einer einzigen Zugfahrt  vom kompletten Set, Plotting und der Besetzung für Harry Potter angefallen wurde. ;o)

Nebenbei schreibe ich noch Kurzgeschichten für Wettbewerbe, bisher anderthalb, mal schauen, wie viele es im Laufe der Zeit noch werden. Sicher ist, dass ich umso mehr Ideen bekomme, je mehr ich schreibe. Mal schauen, wann mein Kopf platzt! ;o)

T12

Im Tintenzirkel gibt es einen Jahres-Wettkampf: Den T12, so eine Art Ganzjahres-NaNoWriMo. Jeder, der teilnimmt, setzt sich ein Jahresziel von mindestens 250.000 Wörtern, die er im aktuellen Jahr schreiben will. Dabei gilt es, möglichst kontinuierlich zu schreiben, und wer es schafft, an keinem Tag unter das Mindestsoll zu rutschen (dabei darf man aber vorarbeiten), bleibt auf der Immergrünliste stehen.
Neben allen anderen Statistiken ist diese Liste derzeit mein bester Ansporn – ich will jeden Tag schreiben und ich will bis zum 31.12. auf dieser Liste stehen. Bisher bin ich drauf, heute habe ich einen Vorsprung von gut einem Tag, aber das ist auch noch ausbaufähig.

Neben der Arbeit an meinem Jugendroman Auf der anderen Seite habe ich gestern eine Kurzgeschichte für einen Wettbewerb angefangen und eben im Rohbau beendet. Auch das war ein Jahresziel: Jeden Monat eine Kurzgeschichte einzureichen. Und während mir mein Stil bei Romanen selber noch die Haare zu Berge stehen lässt, habe ich in der Geschichte zu meiner früheren Stimme zurückgefunden. Die Rohfassung gefällt mir, nun kommt noch ein bisschen Feinschliff, und dann darf sie auf Reisen gehen. Vielleicht schaffe ich es ja sogar mal, einen Text vor dem Einsendetermin abzusenden, das wäre dann eine weitere Herausforderung.

Ideen sammeln

Im Tintenzirkel teilte jemand die Idee, dass man jeden Tag eine kleine Idee für eine Geschichte in eine Kladde schreiben soll, so hat man immer einen Pool an Ideen parat, wenn man etwas schreiben möchte, aber gerade im Moment keine Idee hat.

Also habe ich gestern ein Erlebnis vom Wochenende als „Daily Idea #1“ in mein Moleskine geschrieben. Noch ist es eine Szene, aus der nicht viel mehr als eine Kurzgeschichte entstehen kann, aber schon heute auf dem Rückweg aus dem Kino kam eine zweite Idee dazu, die ich nachher ebenfalls festhalten werde. Diese beiden lassen sich gut verknüpfen, das ist aber gar nicht wichtig, im Gegenteil: Je mehr einzelne Ideen, desto mehr Geschichten können es am Ende werden. Und eines ist sicher: 2012 wird ein Schreibjahr, in dem ich Auf der anderen Seite beenden will und für das ich mir vorgenommen habe, jeden Monat an einem Wettbewerb teilzunehmen. Am Ende des Jahres sollte dann doch mindestens eine Veröffentlichung dabei herausgekommen sein, denke ich. Das ist zumindest mein Ziel.
Ein weiteres Ziel: Einen weiteren Roman zu schreiben und im NaNo 2012 dann eben noch einen. Und irgendwann auch die Nebelwelt genauer zu plotten und weiter zu schreiben. Derzeit hat sie sich ziemlich verheddert, aber da es nach wie vor ein Herzensprojekt von mir ist, wird es auch weitergehen. Vermutlich langsam und Stück für Stück, mit vielen Rückschlägen, zu löschenden Passagen und Umarbeitungen, aber am Ende wird ein ENDE unter dem Manuskript stehen. Versprochen. Ob das 2012 oder später sein wird, wird sich zeigen. Vorher gibt es aber noch ein bisschen Urban Fantasy, sobald die kleinen Plothäschen wieder vorbeihoppeln und sich einfangen lassen.

NaNo 2011, #7

Lange nichts mehr hier geschrieben … Dabei wächst mein Roman und blüht und gedeiht und überrascht mich jeden Tag aufs Neue!

Ich hinke hoffnungslos hinterher, was nicht zuletzt am Urlaub lag, denn natürlich kam ich abends nach zwei bis drei Tauchgängen vor lauter Müdigkeit nicht mehr zum Schreiben, und die beiden Mädels wollten mich ja auch hin und wieder sehen.

Nun stehe ich bei 27.217 Wörtern und habe Mara langsam so weit, dass sie akzeptiert, ein Teil der anderen Welt geworden zu sein und hier eine Aufgabe zu haben. Mit dem Erfolg, dass sie nicht eine, sondern zwanzig Personen aus dem Gefängnis befreit hat. Tapferes Mädel, auch wenn sie das gar nicht sein wollte!

Hier ein kleiner Auszug:

„Hier entlang“, rief sie knapp und versuchte, die blaue Markierung am Boden zu finden. Plötzlich bremse sie abrupt ab.

„Wo ist Tom?“, fragte sie Chiara, doch diese schüttelte den Kopf.

„Ich habe ihn nicht mehr gesehen, seit wir uns gestern getrennt haben.“

„Er war losgezogen, dich zu befreien. Alleine.“ Mara sah sich um, als könnte er irgendwo lässig an der Wand lehnen. „Wir müssen ihn finden!“

„Erstmal müssen wir hier raus, sonst war alles umsonst“, beschied Chiara, und Mara spürte wieder die Kälte in ihrer Brust. Chiara wollte Tom opfern, um sich zu retten. Etwas, das Mara selber seit ihren heutigen Erlebnissen nicht mehr nachvollziehen konnte.

NaNo 2011, #5

Da mein Schatz gestern Geburtstag hatte und ich eine Überraschungsparty organisiert habe, kam ich nicht zum Schreiben. Bedeutet, dass ich heute das doppelte Pensum schaffen muss, weil ich nicht vorgearbeitet habe. Bedeutet auch, dass ich heute insgesamt einen vollen Terminkalender habe.

Aber immerhin sind Mara uns ihre Freunde jetzt in der Festung auf Erkundungstour und Mara ist total fasziniert und hat schon beschlossen, mit ihrer Kamera noch mal alleine zurückzukommen. Das sind gute Voraussetzungen, denn wenn meine Protagonistin sich kein Stück für die Festung interessieren würde, könnte ich die ganze Geschichte ja nicht schreiben. und wer jetzt sagt, dass ich als autorin das doch in der Hand habe, kennt die Dynamik des Schreibens nicht. Im Prinzip entwirft man mehr oder weniger detailliert die Charaktere und das Setting (also wann, wo, wie die Geschichte spielt) und schreibt dann auf, was passiert.
Ich fühle mich manchmal wie Der Alte vom Wandernden Berge aus der Unendlichen Geschichte von Michael Ende. Da gibt es eine sehr enge Kausalität zwischen dem, was er schreibt, und dem, was passiert, aber es ist nicht so, dass er die Ursache des Geschehens ist, sondern der Chronist.

Da Maras Freunde in unserer Welt eigentlich gar keinen großen Platz in der Geschichte bekommen sollten, hatte ich sie im Vorfeld gar nicht geplottet. Nun habe ich einen türkischstämmigen Intelligenzbolzen, ein zickiges Mädchen, einen gitarrespielenden Mädchenschwarm, einen Anführer und ein wissbegieriges, recht toughes Mädel um Mara geschart. Ich finde, dass sie als leicht verträumte Künstlerin da gut hineinpasst und finde es jetzt schon schade, dass ich mich bald von ihren Freunden verabschieden muss. Aber vielleicht bekommen sie noch einen Gastauftritt, wenn sie merken, dass Mara verschwunden ist (immerhin wird sie eine Weile in der Parallelwelt bleiben) und anfangen, sie zu suchen?
So viele Möglichkeiten!

Des Weiteren bin ich ja ab Montag eine Woche im Urlaub und kann theoretisch meinen word count nicht aktualisieren – naja, das Hotel bietet kostenpflichtigen Internetzugang, und ich denke, ich werde es mir leisten, einmal täglich meinen word count im NaNo-Board zu aktualisieren, dann wird er automatisch auch im frisch eingebundenen Counter hier in der Sidebar und im Tintenzirkel aktualisiert. Mal schauen, wie realistisch das ist, oder ob ich eh nur abtauche und nicht schreibe. Denn Schreiben am Strand ist sicher keine gute Idee (Sand im MacBook? Grusel!), aber hin und wieder ein halbes Stündchen werde ich sicher auch am Pool oder notfalls im Hoteleigenen Restaurant sitzen und schreiben können.

So, jetzt noch 287 Wörter, und dann habe ich immerhin meine Wörter für gestern geschrieben. Die für heute kommen dann heute Abend, wenn ich eh nichts anderes mehr auf die Reihe bekomme. 😉