Camp NaNoWriMo

Ja, ich gestehe: Ich brauche anscheinend Druck, um regelmäßig zu schreiben. Oder überhaupt für alles, was ich mache, weil ich zu viel will und auch meine Tage nur 24 Stunden haben.

Der aktuelle Druck ist der kleine Bruder vom NaNoWriMo, das Camp NaNoWriMo. Anders als beim NaNo kann man nicht nur sein Ziel selber setzen, sondern man darf auch an bestehenden Projekten weiterschreiben oder mehrere Kurzgeschichten schreiben. Es geht also mehr und den Spaß am Schreiben an sich als um das eine große Ziel, so wie im November.

Ich habe mir das Ziel gesetzt, eine kleine nette Kurzgeschichte, die ich Dank eines guten Freundes begonnen habe und die quasi „seine“ ist, zu einem Kurzroman für Jugendliche auszuweiten. Nein, die Kurzgeschichte war auch noch nicht fertig, so dass ich noch freie Hand in der Gestaltung habe.
Nur so viel: Es geht um einen Poltergeist, um eine ziemlich renitente Zwölfjährige und um die Frage, warum Kinder unbedingt mit umziehen müssen, wenn die Eltern sich entscheiden, ihren Lebensmittelpunkt zu verlagern. Viel weiß ich selber noch nicht, nur eine grobe Marschrichtung und ein ungefähres Ende, aber das sollte reichen, um Spaß zu haben.

Da ich gestern nicht zum schreiben gekommen bin, habe ich heute (also, Dienstag, auch wenn die Uhr gerade umgesprungen ist) einen Schlag reingehauen und immerhin 1556 Wörter geschrieben. Da mein Ziel bei 20k liegt, bin ich damit für beide Tage im grünen Bereich.

Bin gespannt, wo Franka mich noch hinführt. Dass die Geschichte mal wieder in Kiel spielt, war klar, oder? 😉

Pläne

Ich komme gerade zu nichts, da mich mein Job in Atem hält. Aber das bedeutet ja nicht, dass ich nicht wenigstens planen kann!

Geplant ist, den Roman aus dem NaNo zu beenden, möglichst bis Ende Januar. Und dann habe ich inzwischen zwei weitere Romane in mir, die geschrieben werden wollen, ganz ohne Fantasy. Das eine wird vermutlich ganz bewusst eine Art Liebesroman, das andere eher eine Art Sozialstudie. Mal sehen, wann beide in mir ausgereift genug sind, dass ich mit dem Plotten und dann auch dem Schreiben beginnen kann, und vor allen, wie ich die beiden im nächsten Jahr unterbringen will. Aber es gibt ja Tintenzirkel-intern den NaNoMaiMo und dann vom OLL auch noch das Camp NaNoWriMo, die beiden sind ggf. genug Motivation, um jeweils einen Roman zu schreiben.

Dann ist da noch „Barfuß durchs Leben“, das ich endlich neu in Angriff nehmen, plotten und schreiben will. Bisher ist es mir zu episodenhaft, zu wenig so, wie ich es will. Die Atmosphäre stimmt noch nicht, und ich hechte noch zu sehr durch die Szenen.

Tja, und dann will ich bis zum Jahresende das „Mädchen aus Stein“ so weit überarbeiten, dass ich es bei einem Wettbewerb einreichen kann. Mal schauen, ob das noch was wird, bisher habe ich etwa zehn Prozent überarbeitet, da ist noch mehr als genug zu tun.

Fangen wir klein an: Heute Abend werde ich mir das nächste Kapitel des Steinmädchens vornehmen und vielleicht noch ein bisschen am Selkie-Sommer schreiben.

NaNo 2012 – der letzte Tag

In nicht mal mehr einer halben Stunde ist der NaNo 2012 vorbei. Ich hatte viel Spaß und bin tatsächlich auch zu anderen Dingen als nur zum Schreiben gekommen, das war anbetrachts der Tatsache, dass ich am 25. fertig war, eine erstaunliche, neue Erfahrung für mich. 2004 und 2007 war es ein K(r)ampf in den letzten Stunden, die 50k zu knacken, und in diesem Jahr war es eher ein Rausch. Kein Spaziergang, das nun auch wieder nicht, aber wenn ich einmal angefangen hatte, dann habe ich bis auf ganz wenige Tage locker 2-3k heruntergeschrieben.

Heute habe ich mich im NaNo-Endrausch, der im Tintenzirkel herrscht, noch mal rangesetzt und weitergeschrieben, und es war nicht nur rauschhaft, sondern ich hatte plötzlich das Gefühl, sprachlich weitergekommen zu sein. Habe ich unter dem Druck der 50k oft noch gedacht „ach, das editiere ich später“, habe ich jetzt etwa 2k geschrieben, von denen mir das meiste so gefällt, wie es dort steht. Ich lerne immer mehr, Gefühle und Stimmungen zu vermitteln, statt nur von außen in unzureichenden Worten zu beschreiben, und ich habe die Hoffnung, dass ich dieses Können bei der Überarbeitung auf den ersten Teil übertragen und natürlich auch für weitere Projekte mitnehmen kann.

Auch ohne NaNo wird es für den Roman weitergehen, mein Ziel ist, ihn bis Ende Januar zu beenden. Der nächste Roman klopft zaghaft an meine Schädeldecke und lässt mich nachts mein Licht noch mal einschalten, um Sätze und Gedanken zu notieren, und während ich anfangs noch nicht einmal ansatzweise wusste, wie ich die Idee umsetzen will, formiert sich zumindest die formale Struktur nach und nach, und wenn ich einen roten Faden finde, werde ich mich irgendwann auch daran setzen, eine Storyline bzw. einen Plot zu schreiben.
Bisher hat das Schätzchen den netten Arbeitstitel „das verfluchte Buch“, weil es sich mir aufdrängt, ohne sich bisher wirklich zu offenbaren. Aber es wird, es wird. Und irgendwann bekommt es auch einen netteren Namen!

Und dann ist da noch der unfertige Roman aus dem August, den ich gerne Ende Dezember zu einem Wettbewerb einreichen möchte. Bedeutet, dass dieser absolute Priorität hat. Und ich muss mich dringend durch die Anmerkungen meiner Betaleserin wurschteln und meine neuen Fähigkeiten des „show, don’t tell“ dann auch hier ausprobieren. Ich fürchte, auch diese Story braucht noch mal eine Politur des Plots, bevor ich sie neu schreiben bzw. umarbeiten kann. und ja, das wird Arbeit. Aber ich bin masochistisch genug, es versuchen zu wollen.

Der 15. Tag des Wahnsinns: NaNo geschafft!

Yeah, ich habe die 50k geknackt! Laut Validierung habe ich 50.220 Wörter. Da ich im neunten Kapitel bin, fehlen ja nur noch schlappe 70k. *lach* Aber die schreibe ich jetzt in Ruhe in meinem Tempo, bis der Roman fertig ist.

Es hat Spaß gemacht und war nicht halb so anstrengend wie in den Jahren zuvor, was auch daran liegen könnte, dass ich zum ersten Mal wirklich geplottet habe, aber sicher ist auch die Übung das Jahr über durch den Tintenzirkel und das halbwegs regelmäßige Schreiben daran Schuld.

Heute immerhin 5.813 Wörter, das ist fast so viel wie am ersten Tag, nur dass ich den Monsterberg heute am Stück in knapp vier Stunden gerissen habe. Und es war irgendwie sogar recht entspannt. Und da ich mitten in einer Szene aufgehört habe, um mich mit X Factor zu belohnen, werde ich mit Sicherheit ganz schnell weiterschreiben!

13. und 14. Tag des Ausnahmezustands

Gestern Abend habe ich im Halbschlaf tatsächlich noch 2.095 Wörter geschrieben, die bei wacherer Betrachtung heute morgen nicht mal wirklich übel waren. Aber dass ich immer versucht habe, zwei Wörter zu einem zusammenzuziehen, war etwas lästig …

Heut Nachmittag habe ich nur 1.346 Wörter geschafft, damit bin ich immerhin tagesgrün und habe insgesamt 44.372 Wörter bisher im November geschrieben. An diesem Projekt, insgesamt dürften es deutlich mehr sein, wenn man Notizen für andere Projekte, Tagebuch, Gedankensammlungen, Blog und Forenbeiträge mitzählt.

Aber: Ich bin so unendlich müde! Ich bin gleich auf einer Party eingeladen, auf die ich mich wirklich freue, aber mein Körper schielt die ganze Zeit zum Kater im Bett und will sich daneben kuscheln. Ich brauche Winterschlaf!

Schauen wir mal, was morgen geht. Bis auf Wohnung aufräumen (was irgendwie immer auf der Agenda steht) und Schreiben ist nichts geplant. Da sollten doch noch ein paar tausend Wörter zusammenkommen, oder? Bis zum NaNo fehlen mir noch 5.628 Wörter, und eigentlich will ich ihn morgen im Mitternacht geschafft haben, um dann „in Ruhe“ den Roman fertig zu schreiben. Ich nehme mir für den Dezember 20k vor, wenn es mehr wird, bin ich glücklich. Dass ich den T12 nicht schaffen werde, ist inzwischen mehr als klar, mir fehlen noch 140k zum Ziel. Werde ich 2013 auch nicht erneut machen, dafür aber mehr überarbeiten und zwei große Projekte schreiben sowie hoffentlich ein paar Kurzgeschichten. Ich habe den festen Vorsatz, 2013 mindestens eine, lieber mehr als eine Veröffentlichung an Land zu ziehen. Und sei es eine Kurzgeschichte in einer Anthologie. Tschakka!

Tag 12. im Ausnahmezustand

Gestern Abend bin ich endlich wieder zum Schreiben gekommen. Nachdem ich eine Stunde gebraucht habe, um reinzukommen, lief es dann plötzlich wieder wie geschmiert, und nach zweieinhalb Stunden hatte ich tatsächlich 3.588 Wörter zusammen, von denen mir zumindest einige in ihrem Zusammenhang auch gut gefallen.

Und: Ich habe die 40k geknackt! Allerdings erst sieben von zwanzig Kapiteln, ich gehe also davon aus, dass die Rohversion bei etwa 120k Wörtern landet, was in etwa 450-480 Normseiten entspricht. Erstaunlich, dass aus einer recht kleinen Idee plötzlich etwas so Umfangreiches erwachsen kann!

Ob ich heute zum Schreiben komme, wird sich zeigen, ich habe reichlich andere Dinge zu tun und werde mich nun in meine Arbeit stürzen. Aber wenigstens eine Stunde sollte zu späterer Stunde noch drin sein.

Day eleven of total madness

Herrje, ich komme zu nichts, aber der Job geht nun mal vor. Nachdem ich stundenlang Etiketten geklebt habe, hab ich mich dann aber doch noch eine Dreiviertelstunde an meinen Text gesetzt, und siehe da: Es wurden 1.584 Wörter über Rick und Larissa in Inverness.
Nicht nur, dass Larissa sich gerade bei Leakey’s häuslich einrichtet, die beiden vertragen sich gerade eindeutig zu gut und Larissa muss sich selber mehrfach an Dave erinnern … Hallo, das war aber anders geplant, ihr Lieben! Dass man seine Protagonisten aber auch immer wieder an den Plot erinnern muss. *seufzt theatralisch*
Nun ja, so bleibt es wenigstens spannend!

Ich kippe jetzt ins Bett, morgen hab ich ein Pensum, von dem ich nicht weiß, wie ich es bewältigen soll. Schreiben ist noch nicht inbegriffen!

Der zehnte Tag im Ausnahmezustand

Da ich am Wochenende nicht geschrieben habe (367 Wörter am Samstag zählen nicht wirklich) war gestern als Tag 10.
Mit meiner neuen Tasse, gefüllt mit heißer Schokolade (Caotina, es gibt nichts Besseres!) inklusive Marshmallows  – immerhin ist es eine Camp NaNoWriMo-Tasse, da muss auch ein bisschen Campside-Flair aufkommen! -, meinem Hoodie (muss ich dringend waschen, aber für einen Abend war es okay) und der Thermoskanne vor Augen (ich mache noch eine Nahaufnahme der nutrition facts, besonders liebe ich die enthaltenen Vikings!) sowie natürlich meinem Soundtrack habe ich drauflosgeschrieben.
Ich habe die 35k geknackt! Insgesamt 2.477 Wörter in 90 Minuten, davon gut 1.000 in der ersten halben Stunde, es läuft wieder. Manchmal ist so eine  Pause sehr hilfreich. Ob ich heute zum Schreiben komme, ist fraglich, da ich arbeiten muss (ja, wirklich!) und abends tauchen will. Solange das Wasser flüssig ist …
Alles in allem habe ich jetzt den Ausflug nach Inverness angefangen und zwei wirklich witzige Szenen geschrieben, und wie immer schaffen Rick und Larissa es, sich anzuzicken, Und es prickelt bei den beiden mehr, als das Drehbuch es vorschreibt – ich glaube, Larissa wird sich noch zwischen Rick und Dave entscheiden müssen und womöglich kommt es zwischen den beiden Männern noch zu einem handfesten Streit … Wir werden sehen. NaNo ist immer wieder spannend, weil man selber nie genau weiß, was passiert!
Außerdem stelle ich fest, dass ich mich im TiZi für das Battle „Pintenzirkel“ hätte anmelden sollen, so viel Whisky, wie meine Figuren trinken!

Post vom OLL

Heute konnte ich endlich das Päckchen vom Office of Letters and Light, den Veranstaltern des NaNoWriMo, aus dem Zollamt befreien. Und nun habe ich heiße Schokolade mit Marshmallows aus dem „Camp NaNoWriMo“-Becher getrunken, trage ein NaNoWriMo-Hoodie und habe eine Thermoskanne mit „nutritional facts“, die ziemlich witzig sind. Aber seht selbst:

 

 

Und jetzt wird geschrieben, damit das Feld in der Excel-Tabelle hübsch grün wird! 🙂

 

 

 

Der neunte Tag im Ausnahmezustand

Heute habe ich immerhin 2.900 Wörter geschafft, meine Protagonisten sich ordentlich streiten lassen und Espresso mit Zitrone gegen den Kater verabreicht. Den meiner Figuren, ich hab derzeit zum Glück nur einen mit Fell. 😉
Insgesamt stehe ich jetzt bei 32.915 Wörtern und komme laut NaNo-Seite noch immer am 13. ins Ziel – hoppla, das ist ja schon am Dienstag!

Ich hab inzwischen 18 geplottete Kapitel und sechs davon geschrieben. Gefühlt hab ich eigentlich kaum noch Handlung übrig, aber das täuscht, denke ich, ich hab meinen Plot nur lange nicht mehr genauer angeschaut. Meistens gucke ich kurz rein, wenn ich anfange, suche mir raus, wo ich gerade bin und lese dann, was in dem Kapitel passieren soll. Das schreibe ich dann, und gut ist. So kann ich mich jeden Tag aufs Neue mit der Handlung überraschen!

Ich bin wirklich gespannt, wo ich am Ende lange, sowohl vom Umfang als auch von der Handlung her. Ich habe schon einige Lücken, die noch gefüllt werden müssen und kleine Logikfehler, die ich eliminieren muss, aber ich fühle mich in diesem Text weit mehr zuhause als letztes Jahr im NaNo – vermutlich, weil ich eben durch das exakte Plotten genau weiß, was ich will. Die Charaktere meiner Protagonisten muss ich aber noch um einiges besser darstellen, auch das ist ein Manko, was mir bewusst ist. Immerhin durfte Larissa heute richtig schön zickig sein und hat diese Aufgabe auch mit Bravour gemeistert!
Und ein ganz bisschen romantisch wurde es auch wieder, aber ich hab heute mal ausgeblendet, bevor ich noch in Versuchung komme, einen pornographischen Roman zu schreiben. So ist er weder angelegt noch geplant, und ich werde es zu verhindern wissen!

Die NaNo-Playlist, die ich mir erstellt habe, wirklich tatsächlich Wunder beim Schreiben. Manche Stücke treiben mich an, andere geben mir Zeit zum Nachdenken, und obwohl ich jede Schreibsession mit der Playlist beginne, werde ich der Musik nicht überdrüssig, im Gegeneteil, sie ist Teil des Rituals.

Damit ihr wisst, wovon ich spreche, poste ich die Liste mal:

1. Nightwish – The Islander
2. Katzenjammer – Rock-Paper-Scissors
3. Lana Del Rey – Summertime Sadness
4. Amy McDonald – Poison Prince
5. Mumford & Sons – White Blank Page
6. Strömkarlen – Vårvinda friska
7. Clannad – An Gleann
8. Naked Raven – Happening
9. Blackmore’s Night – Ocean Gipsy
10. New Model Army – Purity
11. Dido – Hunter
12. System of a Down – Soldier Side
13. Massive Attack – Teardrop
14. Roving Bottles – End of Darkness
15. Maria Mena – Miss You Love

Wenn ich damit durch bin, höre ich jeden Abend was anderes, derzeit sehr viel Naked Raven, die Neuentdeckung „Mumford & Sons“ (Dank an meine Muse!), aber auch wild durch den Gemüsegarten, System of a Down, Nightwish, Within Temptation, Amy McDonald und einiges mehr. Ich genieße es gerade sehr, wieder viel Musik zu hören und den Fernseher ausschalten zu können, wann immer mir danach ist. Schreiben und Musik gehören für mich sehr eng zusammen, und vielleicht erklärt das umgekehrt auch, warum ich so wenig in den letzten Jahren geschrieben habe, denn wenn man seine Zeit gerne mit einem Menschen verbringt, der wiederum den Fernseher als Hintergrundberieselung einsetzt, dann kommt man weder dazu, Musik zu hören noch zu schreiben. Ohne Vorwurf, und wenn, dann gilt der alleine mir, denn ich habe mich ja so entschieden, niemand sonst.

Zweites Treibmittel für mein Gehirn: Lebkuchen und Tee. Ich fürchte, ich muss noch häufiger laufen gehen in den nächsten Wochen!