Day eleven of total madness

Herrje, ich komme zu nichts, aber der Job geht nun mal vor. Nachdem ich stundenlang Etiketten geklebt habe, hab ich mich dann aber doch noch eine Dreiviertelstunde an meinen Text gesetzt, und siehe da: Es wurden 1.584 Wörter über Rick und Larissa in Inverness.
Nicht nur, dass Larissa sich gerade bei Leakey’s häuslich einrichtet, die beiden vertragen sich gerade eindeutig zu gut und Larissa muss sich selber mehrfach an Dave erinnern … Hallo, das war aber anders geplant, ihr Lieben! Dass man seine Protagonisten aber auch immer wieder an den Plot erinnern muss. *seufzt theatralisch*
Nun ja, so bleibt es wenigstens spannend!

Ich kippe jetzt ins Bett, morgen hab ich ein Pensum, von dem ich nicht weiß, wie ich es bewältigen soll. Schreiben ist noch nicht inbegriffen!

Der zehnte Tag im Ausnahmezustand

Da ich am Wochenende nicht geschrieben habe (367 Wörter am Samstag zählen nicht wirklich) war gestern als Tag 10.
Mit meiner neuen Tasse, gefüllt mit heißer Schokolade (Caotina, es gibt nichts Besseres!) inklusive Marshmallows  – immerhin ist es eine Camp NaNoWriMo-Tasse, da muss auch ein bisschen Campside-Flair aufkommen! -, meinem Hoodie (muss ich dringend waschen, aber für einen Abend war es okay) und der Thermoskanne vor Augen (ich mache noch eine Nahaufnahme der nutrition facts, besonders liebe ich die enthaltenen Vikings!) sowie natürlich meinem Soundtrack habe ich drauflosgeschrieben.
Ich habe die 35k geknackt! Insgesamt 2.477 Wörter in 90 Minuten, davon gut 1.000 in der ersten halben Stunde, es läuft wieder. Manchmal ist so eine  Pause sehr hilfreich. Ob ich heute zum Schreiben komme, ist fraglich, da ich arbeiten muss (ja, wirklich!) und abends tauchen will. Solange das Wasser flüssig ist …
Alles in allem habe ich jetzt den Ausflug nach Inverness angefangen und zwei wirklich witzige Szenen geschrieben, und wie immer schaffen Rick und Larissa es, sich anzuzicken, Und es prickelt bei den beiden mehr, als das Drehbuch es vorschreibt – ich glaube, Larissa wird sich noch zwischen Rick und Dave entscheiden müssen und womöglich kommt es zwischen den beiden Männern noch zu einem handfesten Streit … Wir werden sehen. NaNo ist immer wieder spannend, weil man selber nie genau weiß, was passiert!
Außerdem stelle ich fest, dass ich mich im TiZi für das Battle „Pintenzirkel“ hätte anmelden sollen, so viel Whisky, wie meine Figuren trinken!

Post vom OLL

Heute konnte ich endlich das Päckchen vom Office of Letters and Light, den Veranstaltern des NaNoWriMo, aus dem Zollamt befreien. Und nun habe ich heiße Schokolade mit Marshmallows aus dem „Camp NaNoWriMo“-Becher getrunken, trage ein NaNoWriMo-Hoodie und habe eine Thermoskanne mit „nutritional facts“, die ziemlich witzig sind. Aber seht selbst:

 

 

Und jetzt wird geschrieben, damit das Feld in der Excel-Tabelle hübsch grün wird! 🙂

 

 

 

Der neunte Tag im Ausnahmezustand

Heute habe ich immerhin 2.900 Wörter geschafft, meine Protagonisten sich ordentlich streiten lassen und Espresso mit Zitrone gegen den Kater verabreicht. Den meiner Figuren, ich hab derzeit zum Glück nur einen mit Fell. 😉
Insgesamt stehe ich jetzt bei 32.915 Wörtern und komme laut NaNo-Seite noch immer am 13. ins Ziel – hoppla, das ist ja schon am Dienstag!

Ich hab inzwischen 18 geplottete Kapitel und sechs davon geschrieben. Gefühlt hab ich eigentlich kaum noch Handlung übrig, aber das täuscht, denke ich, ich hab meinen Plot nur lange nicht mehr genauer angeschaut. Meistens gucke ich kurz rein, wenn ich anfange, suche mir raus, wo ich gerade bin und lese dann, was in dem Kapitel passieren soll. Das schreibe ich dann, und gut ist. So kann ich mich jeden Tag aufs Neue mit der Handlung überraschen!

Ich bin wirklich gespannt, wo ich am Ende lange, sowohl vom Umfang als auch von der Handlung her. Ich habe schon einige Lücken, die noch gefüllt werden müssen und kleine Logikfehler, die ich eliminieren muss, aber ich fühle mich in diesem Text weit mehr zuhause als letztes Jahr im NaNo – vermutlich, weil ich eben durch das exakte Plotten genau weiß, was ich will. Die Charaktere meiner Protagonisten muss ich aber noch um einiges besser darstellen, auch das ist ein Manko, was mir bewusst ist. Immerhin durfte Larissa heute richtig schön zickig sein und hat diese Aufgabe auch mit Bravour gemeistert!
Und ein ganz bisschen romantisch wurde es auch wieder, aber ich hab heute mal ausgeblendet, bevor ich noch in Versuchung komme, einen pornographischen Roman zu schreiben. So ist er weder angelegt noch geplant, und ich werde es zu verhindern wissen!

Die NaNo-Playlist, die ich mir erstellt habe, wirklich tatsächlich Wunder beim Schreiben. Manche Stücke treiben mich an, andere geben mir Zeit zum Nachdenken, und obwohl ich jede Schreibsession mit der Playlist beginne, werde ich der Musik nicht überdrüssig, im Gegeneteil, sie ist Teil des Rituals.

Damit ihr wisst, wovon ich spreche, poste ich die Liste mal:

1. Nightwish – The Islander
2. Katzenjammer – Rock-Paper-Scissors
3. Lana Del Rey – Summertime Sadness
4. Amy McDonald – Poison Prince
5. Mumford & Sons – White Blank Page
6. Strömkarlen – Vårvinda friska
7. Clannad – An Gleann
8. Naked Raven – Happening
9. Blackmore’s Night – Ocean Gipsy
10. New Model Army – Purity
11. Dido – Hunter
12. System of a Down – Soldier Side
13. Massive Attack – Teardrop
14. Roving Bottles – End of Darkness
15. Maria Mena – Miss You Love

Wenn ich damit durch bin, höre ich jeden Abend was anderes, derzeit sehr viel Naked Raven, die Neuentdeckung „Mumford & Sons“ (Dank an meine Muse!), aber auch wild durch den Gemüsegarten, System of a Down, Nightwish, Within Temptation, Amy McDonald und einiges mehr. Ich genieße es gerade sehr, wieder viel Musik zu hören und den Fernseher ausschalten zu können, wann immer mir danach ist. Schreiben und Musik gehören für mich sehr eng zusammen, und vielleicht erklärt das umgekehrt auch, warum ich so wenig in den letzten Jahren geschrieben habe, denn wenn man seine Zeit gerne mit einem Menschen verbringt, der wiederum den Fernseher als Hintergrundberieselung einsetzt, dann kommt man weder dazu, Musik zu hören noch zu schreiben. Ohne Vorwurf, und wenn, dann gilt der alleine mir, denn ich habe mich ja so entschieden, niemand sonst.

Zweites Treibmittel für mein Gehirn: Lebkuchen und Tee. Ich fürchte, ich muss noch häufiger laufen gehen in den nächsten Wochen!

Tag 8 im Ausnahmezustand des Wahnsinns

Nachdem ich heute Nachmittag am liebsten geschlafen hätte, hab ich es dann doch eben noch geschafft, mein Gehirn einzuschalten. Oder auch nicht, das zeigt sich eh immer erst mit etwas Abstand.

Ich hab 30.015 Wörter insgesamt, das waren immerhin 3.742 für heute. Damit habe ich 60% der Mindestanforderung erreicht und habe die 50k laut NaNo-Statistik am 13.11. erreicht.
Da ich gerade erst mitten in Kapitel 6 bin, werde ich wohl trotzdem nur mit Mühe bis zum Monatsende mit dem Roman an sich fertig, aber das ist ja auch der Plan.

Ich habe heute einen meiner Protagonisten von einer Leiter fallen lassen, einen offenen Bruch diagnostiziert und eine Mischung aus Diclofenac und Whisky als Schmerzmittel eingesetzt. Vielleicht sollte ich nicht unbedingt Ärztin werden, aber zum Glück geht es ja auch nicht um reale Personen – okay, okay, meine Protagonisten sitzen gerade neben mir, schauen mir über die Schulter und bestehen darauf, dass sie sehr wohl real sind. Von mir aus, bitte sehr!

Ich lese jetzt noch ein bisschen, was die anderen so schreiben, und dann gehe ich ins Bett.

Rezension Lara Adrian: Geliebte der Nacht

Ich gestehe, dass ich hin und wieder Schund lese. Die Gestaltwandler-Reihe von Nalini Singh habe ich verschlungen, genauso die bisher erschienenen Bänder ihrer Engel-Reihe.
So kam ich dann bei einer Freundin an die Vampirbücher (Midnight Breed-Reihe) von Lara Adrian und habe mir – weil die Freundin recht weit weg wohnt und ich nicht eines ihrer Bücher entführen wollte – den ersten Band auf meinen Kindle geladen.

Tja. Was soll ich sagen? Ich habe es tapfer bis zum Ende gelesen, das muss wohl an meiner Neugier liegen. Die Sprache ist grottig, was natürlich auch an der Übersetzung liegen kann, aber mit Sicherheit nicht alleine. Wobei manches eben doch: Dass im Deutschen noch immer wahllos ein „Sie“ gesetzt wird, wenn im amerikanischen Originaltext „you“ steht, stört mich häufiger mal – man kann nämlich sehr gut aus dem Kontext ableiten, wie die Personen sich wohl bei uns anreden würden. Und ganz ehrlich: Wenn ich gerade die Frauen der Stammesgefährten meines Lovers kennenlerne und eine davon zumindest optisch gerade mal 18 ist, dann sieze ich sie nicht – würde ich ja auch nicht machen, wenn mein Freund mich seinen Kumpels und deren Freundinnen vorstellt, auch wenn wir lange nicht mehr 18 sind!
Sätze, deren Ende nicht zum Anfang passen, zeugen auch von schlechter Übersetzung, und wenn ich mir ansehe, dass das Buch in den USA nur wenige Monate vor der deutschen Ausgabe erschienen ist, dann macht das auch Sinn, denn für die Übersetzung blieb einfach viel zu wenig Zeit, so dass sie mit der heißen Nadel gestrickt wurde.

Gut, kommen wir zurück zum Inhalt. Gabrielle, 27, jung, schön, introvertiert und aufstrebende Fotografin, hat eine kleine Handvoll guter Freunde, geht mit diesen feiern und nimmt als einzige den Überfall auf einen jungen Mann durch Vampire wahr. Als sie mit ihrem Handy Fotos davon macht, ist das eigentlich recht schlau, doch bei der Polizei will ihr keiner glauben.
Bis der wahnsinnig gut aussehende Polizist Lucan Thorne auftaucht, ihr Handy mitnimmt (in Zeiten moderner Technik hätte ich persönlich ihm die Bilder auf einen Stick gezogen, der in diesem Roman dank der Übersetzerin übrigens permanent als Datenstift bezeichnet wird – mein Handy gehört mir, das bekommt keiner!) und die Bilder auswertet. Und sich gar nicht als Polizist, sondern als Vampir entpuppt. Und als extrem heißer, unermüdlicher Lover mit einer Dauererektion, die in einer Amazon-Rezension mit einer 1,5l-PET-Flasche verglichen wurde. Check – ja, die Beschreibungen lassen so etwas vermuten. Aua.

Die erste Sexszene der beiden fand ich noch ganz nett, der Rest war dann nur noch müder Abklatsch. sie wird geil, er wird geil, er beißt sie nicht, weil das gegen irgendeinen verdammten Kodex bei ihm geht, dafür fickt er sie hart und verpasst ihr diverse Orgasmen. Und am Ende verschwindet er wie ein Schatten in der Nacht und ist ganz schrecklich entsetzt, weil er das doch gar nicht tun wollte. Yeah.

Okay, die Vampire stammen also aus dem Weltall (ich habe gerade allen Ernstes „die Aliens stammen aus dem Weltall“ geschrieben. Nicht falsch, aber irgendwie passte es gerade nicht). Nette Idee, so an und für sich, nur dass ich die Erklärungen ziemlich an den Haaren herbeigezogen finde.
Listen wir mal auf:
1) Vor ca 1000 Jahren ist ein Raumschiff auf die Erde gestürzt. Die acht enthaltenen Aliens sind alles Männer, und sie können zwar problemlos unsere Atmosphäre atmen und scheinen auch zufällig fast die gleiche Physiognomie wie die Menschen aufzuweisen, aber leider, leider, ist nichts auf diesem Planeten für sie genießbar, außer menschlichem Blut.
Da frage ich mich doch, wie sie das herausgefunden haben und ob sie alle bis zu dieser Erkenntnis überlebt haben.
2) Die Aliens haben alle einen Gendefekt und können nur noch männliche Nachkommen zeugen. Äh, okay, und seit wann gibt es den Gendefekt? Wodurch ist er aufgetreten? Und wie, um alles in der Welt, gibt man einen Gendefekt weiter, wenn man sich nicht mehr fortpflanzen kann?!
3) O Wunder, es gibt Rettung: Aus nicht näher erklärten Gründen (ich nehme an, die Autorin hat bis heute keine Erklärung) gibt es einige wenige menschliche Frauen, die sich mit den Aliens reproduzieren können. Und praktischer Weise sind sie auch gleich entsprechend markiert, damit da ja keine Missverständnisse aufkommen: Sie tragen alle das gleiche Muttermal. Ob diese Frauen irgendwie miteinander verwandt sind, wird genauso wenig geklärt wie die Frage, ob es sich hier ebenfalls um etwas Genetisches handelt. Nachfahrinnen der Aliens können sie ja nicht sein, die können ja keine Mädchen.
4) Die ersten Aliens sowie die Vampire der ersten Generation haben ganze Populationen ausgelöscht in ihrem Blutdurst. Nette Idee, aber sie kommt mir auch nur so hingerotzt vor, halt als „hej guck mal, ich hab auch eine Erklärung für den Untergang von Atlantis und das Sterben der Maya“. Och nö, und nicht mal eine gute!
5) Blutdurst macht aus Vampiren Rogues. Oder anders: Blut = Nahrung = Droge. Wer zu viel isst, wird nicht etwa dick, sondern süchtig und mutiert. Warum auch immer, wenn ich zu viel esse, wird mir allenfalls schlecht und ich hab dann erstmal weniger Hunger. Aber bei den Gremlins gab es ja auch so komische Sitten.
6) Und letztendlich sind da noch die „guten“ Vampire, die die „bösen“ Rogues jagen und töten und sich natürlich nur von freiwilligen Spendern oder Bösewichten ernähren. Ach ja, gähn … Was wollte ich schreiben? Ich glaub, dass ich die Schnauze gestrichen voll hab von netten Vampiren! Nach dem NaNo sollte ich mir ernsthaft einen fiesen, bösen Vampirplot überlegen als Gegengewicht zu Twilight (gern gelesen), Lara Adrian (sieht man ja, wie gerne ich das gelesen habe) und dem ganzen Rest. Wo sind Dracula und Nosferatu, wenn man sie mal braucht?!

Ja … Die Frauen dürfen ihr Leben aufgeben und sich auf ewig mit den ach so tollen Vampirkriegern verbinden, und als Dankeschön bekommen sie dann Sex. Moment mal, Prostitution läuft doch eigentlich andersherum: Frau gibt Sex und bekommt dafür Geld und andere Aufwartungen. Aber na gut, wollen wir mal nicht so kleinlich sein!

Das Buch in drei Sätzen zusammengefasst: Fotografin entdeckt, dass es Vampire gibt, gibt ihr Leben auf und darf den Obervampir bis in alle Ewigkeit vögeln. Zwischendrin gehen Gebäude in die Luft und Vampire werden gekillt, außerdem stirbt eine Freundin der Protagonistin und alle anderen Freunde müssen halt damit leben, dass aus einer Vierer-Clique nun ein Duo wurde.

Oh, waren nur zwei Sätze. Egal. Was genau man sich unter den „Dunklen Häfen“ vorstellen kann, hab ich entweder verschlafen oder es wurde nicht näher erläutert, ob es sich um ganze Städte, unterirdische Stätten oder was auch immer handelt. auf jeden Fall ist es prima, dass Vampire das menschliche Gehirn so beeinflussen können, dass ganze Vampirkolonien unbemerkt bleiben. Außer natürlich von Gabrielle, klar.

Wer nach meiner zynischen Zusammenfassung trotzdem noch lesen will, was ich da verrissen habe (oder vielleicht gerade deshalb, weil es doch unmöglich so schlecht sein kann, wenn es der Auftakt zu einer bisher zehnbändigen Reihe ist und in den USA quasi über Nacht zum Bestseller wurde), hier sind die Daten:

Lara Adrian: Geliebte der Nacht
LYX, 2007
ISBN-10: 380258130X
ISBN-13: 978-3802581304
Taschenbuch, € 9,95
Kindle-Edition, € 8,99

PS: Immer, wenn ich schlechte Bücher auf meinem Kindle lese, ärgere ich mich, dass ich sie nicht physisch vorliegen habe, denn dann könnte ich sie wenigstens zum Flohmarkt tragen!

Kleiner Wahnsinn Nummer 7

Gestern war die Luft raus. Also, aus mir, komplett. Das hat diverse Gründe, die sich gerade kulminieren. Privat, Arbeit, Schreiben. Ich freue mich gerade darauf, im nächsten Jahr einiges neu und anders zu strukturieren und habe die Hoffnung, dass ich mittelfristig irgendwo ankomme, wo ich mich gut fühle. Bei mir, ganz tief drin.

Um keine roten Felder in meinem wunderbaren Excel-Sheet zu haben (Danke an Maja, unsere weltbeste Sklaventreiberin aus dem TIntenzirkel!), habe ich immerhin noch 1.082 Wörter geschrieben und eine schöne Szene angefangen, die ich heute hoffentlich mit mehr Elan beenden kann. Ich bin so müde! Und ich stelle fest, dass ich zwar hübsche Konflikte in meinen Roman einbaue, diese aber immer viel zu früh auch wieder auflöse. Na, das gehört in den NaNoEdMo, wenn der ganze Kram gründlich überarbeitet wird!

Derzeit liege ich bei 26.273 Wörtern und bin damit noch immer eine Woche voraus – gestern sagte mein NaNo-Profil, dass ich mit dem Tempo am 15.11. fertig sei, das klingt doch gut. Man bedenke, dass ich nicht bei 50k stoppen will, sondern erst, wenn der Roman fertig ist. We will see!

Dass ich trotz dieser Wahnsinnsaufholhagd den T12 nicht mehr schaffe, ist klar, denn ich werde nicht im Dezember auch noch mal 80-100k schreiben können, zum einen, weil mir die Kraft fehlt, dieses Tempo neben allem anderen länger als einen Monat durchzuhalten, zum anderen, weil ich keinen anderen Roman so weit vorbereitet habe, dass ich einfach losschreiben könnte. Daher auch der Plan für 2013, den T12 nicht mitzumachen. Im Tintenzirkel gibt es Monatsbattle und den NaNoMaiMo, das bedeutet: Mai und November mit großen Projekten versehen (auch wenn ich im Mai bereits eine Menge andere Sachen auf dem Zettel habe, zum Beispiel den Fundamentals Tauchschein von GUE und Urlaub auf Gozo) und in den restlichen Monaten einen hübschen Mix aus Schreiben und Editieren. Wenn ich mir 10k monatlich auf die Fahnen schreibe, sind das Ende des Jahres auch 200k (10x 10k und zweimal 50k). Also ganz gemütlich zwei Romane und ein bis vier Kurzgeschichten. Sollte doch zu schaffen sein, oder?

Pläne für 2013

Während ich gerade meinen NaNo-Bericht für gestern verfasst habe, kamen mir reichlich Gedanken zu meinen Plänen für das kommende Jahr. Da das aber nicht mehr viel mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte, gibt es nun einen neuen Post dafür.

Ich habe mir für 2013 einiges vorgenommen:

– Ich will „Auf der anderen Seite“ komplett überarbeiten, was vermutlich in großen Teilen auf Neuschreiben hinausläuft. Das ist der größte Berg Arbeit, vor dem ich am meisten Respekt habe. Vermutlich muss ich mich mal mit einem sehr großen Stück Papier hinsetzen und Szenen in Form von Karten darauf herumschieben, um zu schauen, wo noch was fehlt, wo ich tote Enden habe, welche Szenen ersatzlos gestrichen werden können und wie ich den großen Überblick hinbekomme. Das wird spannend und hoffentlich am Ende von Erfolg gekrönt sein. Nach wie vor glaube ich an die Geschichte und will sie in eine lesbare Form bringen.

– Dann soll „Das Mädchen aus Stein“ endlich so weit überarbeitet werden, dass ich es einem kleinen Verlag anbieten kann, der derzeit nach kurzen phantastischen Romanen sucht. Wer weiß, vielleicht hat meine Kleine da ja eine Chance! Auch diese Geschichte liegt mir sehr am Herzen und auch hier ist noch reichlich zu tun.

– Der völlig unfertige und bisher auch erste Roman ohne Fantasy-Elemente „Barfuß durchs Leben“ möchte gerne weitergeschrieben werden. Das will ich ihm gönnen, und daher werde ich mir das bisher geschriebene noch mal genauer ansehen und auch hier einen Plot schreiben und in Häppchen zerlegen, so dass ich ein Gerüst habe, an dem ich mich entlang hangeln kann. Ich habe eine sehr genaue Vorstellung von der Handlung und der Erzählstimme, werde beidem bisher aber nicht gerecht.

– Mir fliegen täglich neue Konzepte in den Kopf, das ist schon unheimlich. Ich habe noch einen Roman, von dem ich bisher nur wenige Seiten geschrieben habe, der ebenfalls durchdacht und geplottet sein will, da ich noch viel zu viele logische Lücken darin habe.
Genauso habe ich einen weiteren realistischen Roman im Hinterkopf, für den ich sehr viel recherchieren muss, auch das fordert seine Zeit. Einen von beiden werde ich dann wohl im NaNo 2013 schreiben.

– Und weil das alles eigentlich schon viel zu viel ist, ich mich aber nicht nur mit „Monsterprojekten“ beschäftigen kann und will, habe ich mir vorgenommen, auch wieder Kurzgeschichten zu schreiben und regelmäßig an Anthologieausschreibungen teilzunehmen, um überhaupt wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Alles in allem ist das Jahr 2013 damit wohl schreiberisch ausgebucht, und auch sonst habe ich einige Pläne, von denen der wichtigste lautet: Reduce to the max! Umstrukturieren, rauswerfen, neu sortieren. Wohnung, Schreiben, Leben, Arbeit. Mal sehen, was bleibt.

6. Tag des Wahnsinns

Gestern Nacht war ich nicht mehr in der Lage, hier etwas Sinnvolles zu hinterlassen, daher nun also mit etwas Verspätung.

Ich habe gestern Bergfest gefeiert! Die Hürde der 25k nach sechs Tagen genommen. Uffz! Nicht nur, dass ich noch nie so früh im NaNo so weit war, ich habe auch tatsächlich noch nie so viel in so kurzer Zeit geschrieben. Und es fühlt sich gut an!
Ja, manche Szenen sind noch nicht so, wie ich sie mir vorstelle, ich bin gestern unglaublich schwer in den Text reingekommen, aber dann kam eine fiese Szene mit viel eiskaltem Wasser, und plötzlich hatte ich 1.800 Wörter zusammen. Und der Rest rutschte dann nur so hinterher. Großartig!

Ich bin derzeit im 5. meiner geplotteten 16 und geplanten 20 Kapitel, und ich fürchte, ich habe zu viel für dieses Kapitel angelegt, also muss ich noch mal durch meinen Plot gehen und ggf. Kapitel verschieben, aber das ist ja auch keine schlechte Sache. Vielleicht fällt mir dann ja auch genauer ein, wie es weitergeht und vor allem, wie es denn nun genau endet – ich hab da einige alternative Ideen und bin mal gespannt, welche mir letztendlich am besten gefällt.

Sich täglich so intensiv mit einem Text zu befassen, ist toll. Man lernt einiges über seine Figuren, aber auch über sich selber. Und ich fange an, meinen Erzählstil zu hinterfragen, mir auf die Finger zu schlagen, wenn ich wieder in die distanzierte Stimme aus dem Off verfalle, anstatt mitten aus Larissas Perspektive zu schreiben.
Schreiben ist ein kreativer Prozess, aber auch sehr viel Arbeit. Beides wusste ich in der Theorie, erfahre es jetzt aber noch mal am eigenen Leibe in der Praxis. Dass man überarbeiten muss, weiß ich, dass der erste Entwurf oft einfach Mist ist, ebenfalls, aber erst jetzt fange ich an zu verstehen, wie es geht – so richtig aber wohl erst, wenn ich wirklich in der Überarbeitung stecke. Und bis dahin ist der Weg noch weit, denn anscheinend möchte der Roman auf etwa 100k anwachsen, die ich ihm gerne gönnen will. Am liebsten hätte ich ihn ja Ende November in der Rohfassung fertig!

Der 5. Tag des Wahnsinns

Ich habe eine Muse. Es ist mir eben beim Schreiben wie Schuppen aus den Haaren (sic!) gefallen. Ich habe acht Jahre lang keine Muse mehr gehabt, und nun ist wieder eine da. Eine Muse in sehr menschlicher Form, jemand, der mich inspiriert und motiviert, das es eine wahre Freude ist.
Danke, meine Muse, Deinetwegen werde ich den NaNo in diesem Jahr ganz locker schaffen und vielleicht sogar mein Ziel, die unfertigen und unbearbeiteten Romane in absehbarer Zeit zur Hand zu nehmen und zu überarbeiten!

Heute war ich extrem müde, da ich letzte Nacht schlecht geschlafen habe. Auch konnte ich erst um 20.00h mit dem Schreiben beginnen, immerhin sind es aber doch noch 3.366 Wörter geworden, darunter eine Szene, die ich sehr mag.
Ich merke, dass ich besser schreibe als im letzten NaNo, was zum einen an oben genannter Muse liegen mag, zum anderen sicher aber auch daran, dass ich den Roman vorher geplottet habe. Nicht umfangreich, sondern stichpunktartig zu jedem Kapitel (okay, die letzten vier stehen noch aus, aber das schaffe ich noch, bevor ich sie schreiben muss). Das gibt mir Hoffnung, denn bisher dachte ich immer, dass ich die Szenen nicht mehr schreiben kann, wenn ich sie geplottet habe. Das gilt aber nur, wenn ich sie „totplotte“, also schon ganze Szenen akribisch festlege. Schreibe ich so wie jetzt einfach im Flow, lasse mich im Tintenzirkel mit Ideen füttern und greife hier und da etwas auf, um es einzubauen, dann schreibt sich der Roman fast von selbst. Der Illusion, dass ich nicht überarbeiten muss, gebe ich mich aber nicht hin. 😉

Jetzt noch ein bisschen das absolut geniale Album „Holding Our Breath“ von Naked Raven hören, im Tintenzirkel lesen, was andere geschrieben haben und dann ins Bett – morgen heißt es, nagelneue Laufschuhe auszuprobieren und dann dringend mal wieder zu arbeiten. In meinem „richtigen“ Job.